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Gefährliche Zusatzstoffe in Arzneimitteln

ARD PLUSMINUS vom Di, den 07.03.2006:

In Deutschland sind fast einhundert Medikamente auf dem Markt, welche Dibutylphthalat (DBP) enthalten. Diese Chemikalie soll bewirken, dass die Tablette nicht schon im Magen sondern erst im Darm aufgelöst wird. Und genau diese Chemikalie DBP wurde sowohl von der EU wie auch von der WHO als „fruchtbarkeitsschädigend“ und „entwicklungsschädigend“ eingestuft. Deshalb wurde sie von der EU schon in Kinderspielzeug und Kosmetika verboten – um Babys und Ungeborene zu schützen.
In vielen Kinderkliniken wurden die Phthalate inzwischen völlig verbannt: sie können auch in Infusionsschläuchen, –beuteln und anderen medizinischen Geräten als sogenannte „Weichmacher“ enthalten sein und somit über das Blut oder die Atemluft in den Patienten übergehen. Prof. Lischka vermutet, dass die Chemikalie im Zusammenhang mit verschiedenen Missbildungen des Uro-Genital-Traktes zu sehen ist. Diese Gesundheitsschäden haben sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt!
Nur das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sieht (BfArM) kein gesundheitliches Risiko für den Verbraucher. PLUSMINUS konnte das Gegenteil beweisen: neun Freiwillige schluckten jeweils ein freiverkäufliches Medikament gegen Erkältung welches DBP in der Kapselhülle enthält. Anschließend wurde der Urin auf Abbauprodukte von Phthalaten untersucht und die Belastung stieg um das Hundertfache an. Der Langzeitgrenzwert der EU für Dibutylphthalate in Lebensmittel wird bei der Einnahme von Aspecton Eukaps um das 40fache und bei Gelomyrtol um das 63fache überschritten!

Im Kopenhagener Reichshospital werden hunderte von Babys zu Studienzwecken untersucht. In zwei bereits abgeschlossenen Studien haben sich bereits deutliche Hinweise ergeben: männliche Neugeborene können in ihrer Gesundheit geschädigt werden, wenn die Mutter während der Schwangerschaft oder Stillzeit mit Phthalaten belastet war!
Die Phthalat-Spezialistin Katarina Main ist entsetzt über die bei PLUSMINUS gemessenen Werte: „die Messergebnisse sind höher als was ich jemals gesehen habe. Sie sind hundertmal höher als die Werte, die wir bei Patienten mit bereits bestehenden Gesundheitsschäden gefunden haben. Und die Störungen, die wir gesehen haben, sind zum Beispiel Hodenhochstand, kleinere Geschlechtsorgane und eine eingeschränkte Hormonproduktion. Auf längere Sicht könnte das einen Einfluss auf die Samenqualität als Erwachsener haben.“

Im Anschluss an die Sendung meldeten sich zwei Pharmakonzerne, welche bekannt gaben, in ihrer Produktion sofort auf Phthalate zu verzichten …….. Warum nicht gleich so??

Fazit: Leider sind Phthalate nicht die einzigen Chemikalien, die in der Lebensmittelindustrie verboten aber bei Medikamenten zugelassen sind. Es betrifft weit mehr Farb- und Konservierungsstoffe, wie z.B. E’s, Talkum, Titandioxid, Schellack, u.v.m. Auf Anfrage bei der Firma Mucos, warum diese Zusatzstoffe im Wobenzym enthalten sind kam folgende Antwort: „Bunte Pillen werden vom Verbraucher besser angenommen wie weiße“. Ich finde es sehr bedauerlich, dass sogar naturheilkundige Pharmafirmen den Profit vor die Gesundheit stellen!