Donnerstag, 21.09.17
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Ausleitende Verfahren

Abb.: Schröpfen und Baunscheidt

1. Schröpfen

Das Schröpfen und die Schröpfkopfmassage werden schon seit Jahrhunderten angewandt. Dabei werden vom Therapeuten Gläser am Patienten aufgesetzt und über Feuer oder eine Pumpe ein Vakuum erzeugt. Die Schröpfköpfe werden entweder auf schmerzende Muskelverhärtungen – Myogelosen - , gestaute Gelenke oder bestimmte Haut-Organ-Reflexzonen aufgesetzt.

Wirkung des Vakuums:

- eingelagerte Säureknötchen werden aufgebrochen
- verklebte Muskelfasern lösen sich voneinander
- Verspannungen werden gelockert
- die Durchblutung wird optimiert und der Lymphabfluss angeregt
- Stauungen können abfließen
- Reflexzonen mit den zugehörigen Organsegmenten werden aktiviert und regen die Selbstheilungskräfte des betreffenden Organs an


2. Pneumatron

Das Pneumatron ist die mechanische Weiterentwicklung des klassischen Schröpfens. Das Vakuum wird über eine Saugpumpe hergestellt, welche 200 Mal pro Minute pumpt. Dadurch entsteht eine Schwingungsfrequenz im Gewebe, welche nach der Behandlung anhält und nachwirkt. Diese Behandlungsform wird u.a. eingesetzt bei Lymphödemen, Cellulite, Tinnitus und Migräne.

(genauere Beschreibung unter: Veröffentlichungen - Pneumatische Pulsationstherapie / das Schröpfen der Neuzeit)


3.Baunscheidt

Baunscheidtieren wird auch als „die Akupunktur des Westens“ bezeichnet. Anhand eines Metallrollers mit Spikes wird die Haut oberflächlich angeritzt und anschließend wird ein Reizöl einmassiert. Dadurch verbessert sich die Mikrozirkulation und eingelagerte Säuren und Schlacken können über die entstandenen Pusteln abfließen.
Früher war das Baunscheidt-Öl mit Krötengift versetzt; dadurch bildeten sich große Eiterpusteln mit eventuell entstehender Narbenbildung. Inzwischen ist die Zusammensetzung des Öls abgeändert und es entstehen nur noch kleine Quaddeln, die keine Narben bilden.
Baunscheidt verbessert die lokale Durchblutung, erhöht den Lymphabfluss, aktiviert das Immunsystem und es entsteht eine wohlige Wärme mit Juckreiz für einige Stunden.


4.Sauerstoff-Ozon-Injektionen

Bei besonders hartnäckigen Myogelosen ist es sinnvoll, an die betreffenden Stellen ein medizinisches Sauerstoff/Ozongemisch zu injizieren. Ozon wirkt im Gewebe wie ein „Eisbrecher“ und knackt die Säurekristalle auf, so dass diese anschließend besser abgebaut werden können.

(genauere Beschreibung unter: Veröffentlichungen - Ozon, die energiereichste und reaktionsfreudigste Sauerstoffform)