Montag, 25.09.17
2004 by www.QITOM.DE
Herzlich Willkommen > Die Irisdiagnose - ein Schlüssel ins Innere des Menschen > Die Irisdiagnose - Artikel erschienen in REPORT NATURHEILKUNDE (April 2006) für Fachpublikum > Die Geschichte

Die Geschichte

Schon seit je her übt das Auge eine besondere Anziehungskraft auf den Menschen aus. So war es schon Hippokrates und Philostratus, aber auch in der traditionell chinesischen Medizin bekannt, dass man den Charakter eines Menschen aus den Augen ablesen kann. 1670 beschrieb dann erstmals der Coburger Arzt Phillipus MEYEN, welche Organe sich in welchem Bereich der Iris widerspiegeln: der Kopf im oberen Teil zwischen 11.00 und 1.00 Uhr; der Magen ringförmig um die Pupille (innerhalb der Krause), die Leber im rechten Auge bei 7.00 bis 8.00 Uhr und die Milz entgegengesetzt im linken Auge zwischen 4.00 und 5.00 Uhr. Diese Einteilung trifft auch heute noch zu, wurde aber wesentlich verfeinert und ergänzt. Als eigentliche Entdecker der heutigen Irisdiagnose gilt jedoch Ignaz von PECZELY (1822-1911). Der ungarische Arzt erstellt als erster eine Iristopographie, welche später von dem schwedischen Pfarrer Nils LILIEQUIST (1851-1936) verfeinert wurde.  Inzwischen ist längst spezifiziert, was bei PECZELY nur angedeutet war.

Sicher kann man darüber streiten, inwieweit man das Wesen eines Menschen aus der Regenbogenhaut erkennen kann. Gesichert ist aber, dass wir in ihr einen kleinen Zipfel des Ektoderms und vor allem des Mesoderms erkennen können. Vom Ektoderm sieht man dabei nur das, was als Umschlagfalte (Ektropium uvea iridis) des Pigmentepithels in Form des braunroten Pupillenrandes sichtbar ist. Das sind bestenfalls 7% der Irisvorderfläche. 90% der Iris sind mesodermal geprägt und entscheidend ist, dass die Iris somit der einzige Ort am ganzen Körper ist, an dem das dem Mesoderm entstammende Bindegewebe ohne jede Abdeckung offen zutage liegt. Der Blick in die Iris ist ein Blick direkt ins Bindegewebe!
Die Frage allerdings, warum sich Organbereiche und dementsprechend Störungen, bzw. Erkrankungen im Auge widerspiegeln, blieb lange Zeit ungeklärt. Erst der Anatom Dr. med. Walter LANG fand 1954 darauf eine Antwort. In seinem Buch erläutert er, dass sich die Iris bei der Entwicklung des Embryos im Mutterleib als eine Ausstülpung des Zwischenhirns bildet. Weiter führte er aus, dass von der gesamten Peripherie mit allen Organen Leitungsbahnen zur Iris führen - und zwar über das Rückenmark und den Thalamus als Zwischenstation - segmental geordnet bis in die Segmente der Iris. Somit besteht die Möglichkeit, dass die Iris lebenslang gezeichnet wird.

Als empirischer Beleg der Wirksamkeit der Irisdiagnose gilt eine Studie, die von dem bekannten Kliniker Dr. med. Franz VOLHARD angeregt wurde. Von 1950 bis 1954 verglichen Dr. med. Franz VIDA und der Heilpraktiker Josef DECK an einer großen Anzahl von Patienten die Zeichensetzung in der Iris mit klinischen Befunden, Röntgenbildern und Sektionsergebnissen. Von den 640 iridologisch und klinisch dokumentierten Fällen lieferte die Irisdiagnose in 74,4 % positiv verwertbare Hinweise auf Organerkrankungen!