Freitag, 24.11.17
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Energiereiches Sonnenlicht für das Blut

Bereits im Altertum wussten die Menschen um die heilenden Kräfte der Sonnenstrahlen. Die Römer z.B. stellten Anwendungslisten für die Heliotherapie auf und etwa zur selben Zeit hatten die Germanen ihre Sonnenberge, die nicht nur zu Sonnwendfeiern sondern auch schon zu Heilzwecken genutzt wurden. Im Jahre 1800 begann mit der Entdeckung der Infrarotstrahlung – einem wirkungsvollen Teilspektrum des Sonnenlichtes – die neuzeitliche Lichtforschung. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden künstliche Ultraviolettstrahlen erstmalig industriell hergestellt und man entdeckte, dass die medizinische Ganzkörperbestrahlung mit UV-Licht neben Hautreaktionen auch eine Besserung des Gesamtbefindens zur Folge hatte. Durch verschiedene Tests und Weiterentwicklungen wurde 1928 in Amerika das erste UVB-Gerät gebaut, welches in der medizinischen Praxis eingesetzt werden konnte. Nun war der therapeutische Einsatzpunkt nicht mehr die Ganzkörperbestrahlung, sonder die direkte UV-Bestrahlung des Blutes. Ab den 30er und 40er Jahre fand diese Methode in den USA eine breite Anwendung mit hunderttausenden von Behandlungen bei schweren Infektionen, Lungenentzündungen, Blutvergiftungen und arteriellen Durchblutungsstörungen. Dabei wurden erstaunliche Erfahrungen verzeichnet: der Effekt des UV-Lichtes auf die im Blut befindlichen Abwehrzellen bewirken eine starke Stimulation des körpereigenen Abwehrsystems; dadurch können Entzündungen durch Viren und Bakterien erfolgreich behandelt werden und nebenwirkungsreiche Medikamente werden überflüssig. Die roten Blutkörperchen lösen sich aus ihrer Verklumpungstendenz – dem so genannten „Geldrollenphänomen“ – wodurch eine deutliche Durchblutungsverbesserung vor allem der kleinen Blutgefässen erreicht wird.
In den USA, der BRD, sowie in der früheren DDR und Sowjetunion entstanden Ärztegesellschaften zur Förderung der UVB, die diese Therapieform unter anderem bei folgenden Krankheiten einsetzten: akute, verschleppte und chronische Infektionskrankheiten, Bluthochdruck, Herz- und Gehirndurchblutungsstörungen, Augen- und Innenohrerkrankungen, Gelenkbeschwerden sowie Allergien.
Trotz der unzweifelhaften Erfolge der UVB geriet diese im Laufe der Antibiotikaära langsam in die Vergessenheit und wurde erst in der 90ern von der Naturheilkunde wieder entdeckt.