Montag, 25.09.17
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Mit Kanonen auf Spatzen schießen? – die Ungereimtheiten der HPV-Impfung

Im Oktober 2006 wurde der Impfstoff Gardasil® zugelassen - beworben als „Impfung gegen Krebs“. Diese pauschalisierte Aussage ist irreführend und entspricht so nicht der Wahrheit, denn es gibt keine Impfung gegen Krebs. Richtig ist: Die Impfung wirkt vorbeugend gegen die Humanen Papilloma Viren (HPV) 6, 11, 16 und 18. Von diesen sind die Virustypen 16 und 18 nach heutigem Wissen für die Entstehung von ca. 70 Prozent aller Gebärmutterhalskrebserkrankungen mitverantwortlich. Es gibt allerdings mindestens elf weitere HPV-Typen, die ebenfalls an der Entstehung dieses Krebses beteiligt sein können. Die Impfung bietet demzufolge keinen Schutz vor Gebärmutterhalskrebs insgesamt! Zu befürchten ist hingegen, dass aufgrund dieser falschen Sicherheit die Krebsfrüherkennungsuntersuchung, die weiterhin wichtig ist, weniger in Anspruch genommen wird.
Doch damit nicht genug. Auch die Deutung der Zahlen und die Verbindung zwischen
HPV-Infektionen und Gebärmutterhalskrebs, mit denen die Impfung verkauft wird,
werden nicht differenziert genug und damit nicht korrekt dargestellt. Es wird von der
„zweithäufigsten Krebserkrankung junger Frauen“ (15 - 44 Jahre) gesprochen - was
stimmt - doch verschwiegen wird, dass in dieser Altergruppe Krebserkrankungen
insgesamt höchst selten sind und von Gebärmutterhalskrebs eher ältere Frauen
betroffen sind. Man könnte somit meinen, dass es sich bei Gebärmutterhalskrebs um eine sehr häufige Erkrankung handelt. Dem ist aber nicht so. Nur 3,16% aller Krebsneuerkrankungen
und 1,8 % aller Krebstodesfälle von Frauen in Deutschland gehen auf ihn zurück.
Und diese wären auch ohne Impfung aber durch gezielte Vorsorgeuntersuchungen größtenteils vermeidbar gewesen!
Einen möglichen Schutz vor Gebärmutterhalskrebs bietet die Impfung also nur einem
kleinen Anteil betroffener junger Frauen. Belege, dass durch die Impfung die Rate an
Gebärmutterhalskrebs wirklich gesenkt wird, gibt es bisher nicht. Wie auch – die zu
Grunde liegenden Studien laufen erst seit fünf Jahren. Und so schnell entwickelt sich
kein Krebs am Gebärmutterhals. Ob die Impfwirkung fünf Jahre oder länger anhält,
weiß heute niemand. Unklar ist auch, ob andere HPV-Typen die Stelle der HPV 16
und 18 besetzen werden.
Würden sich alle Mädchen und junge Frauen zwischen 12 und 17 Jahren, wie von
der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen, nun impfen lassen, würde das
im ersten Jahr über eine Milliarde Euro an Kosten für das deutsche Gesundheitssystem bedeuten. In jedem weiteren Jahr kämen ca. 200 Millionen dazu, wenn die jeweils zwölfjährigen Mädchen dann zur Impfung gingen. Zudem werden bereits jetzt Frauen, die älter als 17 Jahre sind, geimpft, ohne vorherigen Test darauf, ob sie bereits Kontakt mit HP-Viren hatten. Dies verursacht weitere Kosten und der Nachweis eines Nutzens steht aus. Viele Milliarden Euro werden so investiert und fehlen an anderer Stelle. Es stellt sich die Frage, warum die Krankenkassen dies mitmachen.

Mehr Zeit und größere Sorgfalt für die Bewertung der neuen Impfung sowie
Verhandlungen zur Preisreduktion (Deutschland: 465 €, USA ca. 280 €) wären
dringend von Nöten gewesen. Die aggressive Propagierung einer Impfung, deren
Nutzen überschätzt wird und deren Kosten immens sind, ist fragwürdig. Panikmache
und Indoktrination, wie zurzeit betrieben, sind sicherlich keine guten Ratgeber.