Montag, 25.09.17
2004 by www.QITOM.DE
Herzlich Willkommen > Die Irisdiagnose - ein Schlüssel ins Innere des Menschen > Die Irisdiagnose - Artikel erschienen in REPORT NATURHEILKUNDE (April 2006) für Fachpublikum > Die Iris

Die Iris

Es ist die Farbigkeit, der die Regenbogenhaut ihre Benennung nach der griechisch-mythologischen Personifikation des Regenbogens, der Göttin Iris, verdankt. Sie verbindet als Himmelsbotin das Firmament und die Erde und beflügelte schon im Altertum die Phantasie des Menschen.
Der Irisdiagnostiker wiederum beschäftigt sich als erstes mit der Augenfarbe. Beim Begründer der Irisdiagnose –Ignaz von PECZELY- finden wir vier Grundfarben: Blau, Grau, Grün und Braun. Diese kann in beiden Augen nicht immer identisch sein, welche dann als heterochrom bezeichnet werden. R. SCHNABEL unterschied zwischen totaler, sektoraler und zentraler Heterochromie. Doch selbst wenn die Grundfarbe homogen ist, finden sich in vielen Iriden flecken- beziehungsweise flächenförmige Pigmente. Diese sind oft mit bloßem Auge zu erkennen und veranlassten SCHNABEL, von einer Polychromie der Iris zu sprechen.

Feinere Zeichnungen offenbaren sich allerdings erst unter der Lupe, bzw. dem Augenmikroskop. Die Grundstruktur aller Iriden ist folgende:

1. Die zentral tiefschwarze Pupille.

2. Eine Gliederung der Iris in zwei kreisförmige Zonen:

a) in eine unmittelbar um die  Pupille liegende kleinere Zone, die so genannte Krause, und
b) in eine größere, an die Krause grenzende Zone, die Ziliarzone. Beide Zonen werden durch den Krausenrand getrennt und dieser entspricht im Querschnitt dem höchsten Punkt der Iris.

Die Ziliarzone (Pars ciliaris) bildet den Hauptteil der Irisvorderfläche und ihr Hauptelement sind die radspeichenartigen vom Krausenrand zum Irisrand ziehenden Irisfasern, das Irisstoma. Innerhalb des Stomas zeigen sich die Hauptmerkmale zur Irisdiagnose, welche verschiedenste Bezeichnungen haben. Zur Vereinfachung nenne ich die Aufteilung nach ANGERER:

1. Formale Elemente, wie Lakunen, Krypten und Waben
2. Strukturelle Phänomene, wie aberrable Blutgefäße (Transversalen), strähnige Auflockerungen, usw.
3. Vasale Phänomene, wie Vaskularisationen
4. Chromatische Phänomene, die unterteilt werden in:
a) Irisgrundfärbung
b) Die totale Verschiedenfarbigkeit beider Iriden (Anisochromie)
c) Die Verschiedenfarbigkeit von Krausen- und Ziliarzone (zentrale Heterochromie)
d) Die sektorale Zweifarbigkeit
e) Die flächen- oder fleckenförmigen Pigmente