Montag, 25.09.17
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Die Iriskonstitutionen

„Ist die Disposition eine dauerhafte Eigenschaft eines Körpers oder eines Organs, so sprechen wir auch von Konstitution, besonders wenn eine bestimmte Reaktionsweise damit verbunden ist.“  In diesem Sinne werden die Worte Konstitution, Disposition und Diathese von manchen Autoren gleichsinnig gebraucht. Es hat sich jedoch eingebürgert, von Disposition zu sprechen, wenn es sich um eine Krankheitsbereitschaft im Allgemeinen handelt und das Wort Diathese für die Fälle anzuwenden, bei denen schon physiologische Reize eine abnorme Reaktion auslösen. Dabei ist allerdings, wie Magdalene MADAUS zu Recht betont, „Konstitution nicht mit Disposition zu verwechseln“, denn die Konstitution ist immer mehr als nur Krankheitsbereitschaft, sie bedeutet ebenfalls Stärken und Ressourcen des betreffenden Organismus. In der Iridiologie liegt die Bedeutung der Konstitution darin, dass ihre Erfassung es ermöglicht, die Entstehung bestimmter Krankheiten im voraus zu erkennen.

Als Grundkonstitution gilt die Irisfarbe; hier wird zwischen dem blauen und dem braunen Auge unterschieden, wobei die graue Iris zum blauen Auge gehört und das grüne Auge eine Mischform darstellt.

Das blaue Auge wird als die lymphatische Konstitution bezeichnet, da das Lymphsystem und die lymphatischen Organe wie Mandeln, Milz und Appendix zu Fehlregulationen neigen; Entzündungen des Bindegewebes, Allergien und Gelenkprobleme können die Folgen sein. Darüber hinaus ist die Abwehrreaktion des Organismus oft überschießend aber auch die Erholung ist schnell.

Im Gegensatz dazu ist die Abwehrreaktion des Braunäugigen verzögert. Das braune Auge wird als die hämatogene Konstitution bezeichnet; das Krankheitsgeschehen entwickelt sich langsamer als wie beim Lymphatiker und die Tendenzen zur Chronifizierung einer Krankheit sind deutlich stärker. Schwachstellen der hämatogenen Konstitution sind der Verdauungstrakt und die Leber.

Da das grüne Auge eine Mischform darstellt, hat der Betroffene die Krankheits-dispositionen von  den beiden großen Konstitutionen; zusätzlich besteht eine Schwäche-tendenz des Leber-Gallen-Kreislaufes.

Nach der Augenfarbe werden weitere kleinere Konstitutionen unterschieden:
1. die Harnsaure Diathese: in der äußersten Iriszone liegen eingelagerte Harnsäureplaques. Der Betroffene neigt im Alter zur Gicht und Gelenkproblemen, da die Niere eine anlagebedingte Schwäche hat, Säuren auszuscheiden.
2. die Skrofulose: ebenfalls in der äußersten Zone liegen weiße Flocken, die so genannten Tophi. Der Skrofulöse tendiert zu einer erhöhten Entzündungsbereitschaft des Bindegewebes und somit zu Arthrosen, Osteoporose und Rheumatismus.
3. die Neurogene Konstitution: das Irisstoma zeigt eine sehr feine Zeichnung, wie „gekämmtes Haar“. Diese Patienten sind sehr sensitiv und reagieren zuerst über das Nervensystem. Sie neigen zu Überlastungssituationen, Burn-Out-Syndrom und haben einen erhöhten Bedarf an neurotropen Substanzen wie B-Vitamine und Magnesium.
4. die lipämische Konstitution: nasal gelegen zeigt sich am Augapfel eine Einlagerung von Fetten, den so genannten Lipidhügel; bei Verstärkung des Krankheitsgeschehens zeigt sich auch am Irisrand entweder zirkulär oder partiell ein grauer Rand. Dies ist immer ein Hinweis auf einen gestörten Fettstoffwechsel mit der damit verbundenen Gefahr von arteriellen Durchblutungsstörungen. 
5. Krampfringe:  außerhalb der Magen-Darm-Krause liegen kreisförmige Ringe im Irisstoma. Diese zeigen die erhöhte Verkrampfungsbereitschaft des vegetativen Nervensystems und der Muskulatur; je mehr Krampfringe vorhanden sind, umso gravierender ist die Verkrampfungsneigung 

Wichtig ist zu erkennen, dass die Iriskonstitutionen nie bedeuten, dass der Betroffene krank werden muss; sie sind lediglich ein Anhaltspunkt, welche Organsysteme geschont bzw. entlastet und welche unterstützt werden sollten; z.B. über Schüßler Salze, Homoöpathika, Phytotherapeutika, Ernährungsumstellung, Bewegung, usw.