Donnerstag, 21.09.17
2004 by www.QITOM.DE
Herzlich Willkommen > Ein Kranken-Marathon: MEDLEY eines Patienten an die Praxis für Naturheilmedizin

Ein Kranken-Marathon: MEDLEY eines Patienten an die Praxis für Naturheilmedizin

(veröffentlicht mit seinem Einverständnis)

Ein sogenannter Trottmanthon:

Ich der hier ein Dauergast
Hat für Sie etwas verfasst
Das zu dieser Praxis passt
Es war für mich ein großer Reiz
Für die aus München und der Schweiz
Alles schriftlich festzuhalten
Und auch optisch zu gestalten (wurde live vorgetragen Anm.d.Red)

Was ich heut für Sie dichte
Das hat eine Vorgeschichte
Als Sportler hat ich die Idee
Marathon am Brombachsee
Im September (2006) war der Lauf
Ich war da sportlich recht gut drauf
Um 4 Uhr raus ist zwar echt hart
Doch schon um 9 Uhr war der Start
Für unterwegs lehrt die Erfahrung
Braucht man optimale Nahrung
Mit Power Gel recht gut bestückt
Es fiel mir sofort in den Sand
Vom Läuferfeld fast überrannt
Konnt ich’s am Boden noch entdecken
Und wieder in die Hose stecken
Mitten drin im Läuferfeld
Riskant wenn man da plötzlich hält
Da gab es schon den ersten Tritt
So ging es los im 6er-Schritt
Jeder läuft so seinen Trott
Mann am Anfang doch recht flott
Obwohl das Wetter ideal
Wurde es sehr schnell zur Qual
Bereits nach den ersten 10 Km
dachte ich bereits ans gehen
Da sollte es noch zum Joggen reichen
Das ist doch ein schlechtes Zeichen
Ich hat noch niemals aufgegeben
Das war auch diesmal mein Bestreben
Doch später am Getränkestand
Sagte mir dann mein Verstand
Du fühlst Dich heute total schlapp
Brech das ganze besser ab
In dem Zustand sich noch zu plagen
Ich warte auf den Besenwagen
Der sammelt hinten alles ein
Da passt auch noch ein Läufer rein
Damit ersparte ich mir viel
Und fuhr so mit dem Bus ins Ziel
Ich lag dann im Massagezelt
Der rechte Ellenbogen zwickte
Und als der Arzt das dann erblickte
Machte man gleich einen Verband
Da hatte mein Immunsystem
Ein Problem und gleich extrem
Von Müdigkeit ganz übermannt
Fuhr ich dann frustriert nach Hause
Es geht gleich weiter nach der Pause…

Am nächsten Morgen gings mir schlecht
Ich schleppte mich noch grade recht
(an Fahren war ja nicht zu denken
mit diesem Arm kann man nicht lenken)
zur Ärztin hin mit 40 Fieber
die schickte mich im Sanka lieber
hoch ins Missio-Krankenhaus
3 Wochen ließ man mich nicht raus
ich hatte einen schweren Kopf
so hing ich da am Dauer-Tropf
vollgepumpt mit Antibiose
lautete die Diagnose:
Sepsis mit einer Gewebenekrose
Und zwar eine ziemlich große
Wo ham Sie das denn aufgeschnappt?
Da ham se grad noch Glück gehabt
Denn da zählt jede Stunde
Nix zu sehen von einer Wunde
Vielleicht war es ein Mückenstich
Es war ziemlich ärgerlich
So lag ich fertig wie noch nie
Im 3.Stock der Chirurgie
Im Gesicht doch ziemlich blass
Hat man dort recht wenig Spaß
Alles war sehr mysteriös
Die Schwellung brannte ziemlich bös
Der heiße Arm des nachts gekühlt
Besser hab ich mich gefühlt
Nach der OP, dem Riesen-Schnitt
Da macht man wirklich etwas mit!

Kaum war ich endlich dann entlassen
Es ist wirklich kaum zu fassen
Wer ruft zuhause an
Diese Frau Trottmann!
Im Missio war sie schon am Bett
Das fand ich damals super nett
Sie hat das Labor und liest es mir vor
Das GPT – 1100 o weh!!
Der Wert astronomisch das ist doch echt komisch
Echt unerklärlich – nicht ungefährlich
Schuld? Die Narkosen – die zu hohen Dosen
Da schwächelt die Leber – was fürn Arbeitgeber
Ist ziemlich schlecht – denn außer Gefecht
Bis an Silvester – da hilft nur die Esther
Man fragt sich was nun? (Sie:) wir müssen was tun!
Es gibt Möglichkeiten das Gift auszuleiten:
Mariendistel, UVB, Ornithin und H.O.T.
Dann Alpha-Lipon – fürn Arm Pneumatron
Wenn sie berät – wird’s immer sehr spät
Nicht selten 1 Stunde lang
Ich nenn das mal Patientenfang
Termine werden gebucht
Und man wird gründlich untersucht
Man wird super aufgeklärt
Wie man sich basisch gut ernährt
Erstaunlich was man auch erfährt
Von Hof bis nach Berlin
Schätzt man ihre Medizin

Esther lächelt alle nieder
So kommen die Patienten wieder
Ich natürlich sehr sehr oft
Weil man sich Besserung erhofft
Sie erstellt einen Plan – der hört sich gut an
Wie sie sich bemüht – was mir jetzt blüht
Ihr alle kennts ja schon – ein BEHANDLUNGSMARATHON
Wenn sie nachts nicht schlafen kann
Denkt sie im Bett sogar daran
Wie krieg ich diesen Typ gesund
Wenn nicht grad ein anderer Grund
Das verhindert – so ihr Hund
Der auch mal das Haus verlässt
Tom und Esther damit stresst
Nachts in Gramschatz um halb 3
Gibt’s ne wilde Sucherei
Da ist was los in diesem Ort
Dann ist auch noch die Katze fort!
Max war wieder mal verschwunden
Man guckte aber auch nur nach unten
Schließlich hat er dann miaut
Und vom Dach herabgeschaut

Esther ist dann – echt verrückt
Bei mir Zuhause angerückt
Sozusagen Hausbesuch
Das war natürlich nicht genug
Leider Alkoholentzug
Und das auch noch nebenbei
War ich auch noch Kaffee-frei!
Als ich wieder war mobil
Sah mich die Praxis ziemlich viel
Jede Woche Blutabnahme
Von dieser oder jenen Dame
Ich warte auf die UVB
Romana (Arzthelferin, Anm.d.Red) bringt nen heißen Tee
Schwärmt mir vor von Baden-Baden
Wo sie für nen Ökoladen
Tätig war am Weihnachtsmarkt
Und den (Inf-)Ständer schon mal parkt
Esther schleppt die Flaschen an
Wie am Christbaum hängt es dran
Ich bekomme eine Lehne
Sie sucht verzweifelt eine Vene
Diese schlägt nämlich Alarm
Und sie sagt mit Wahnsinns-Charme
Einer erfahrenen Krankenschwester
Pumpen Sie mal bitte fester
Beim 2.Mal sind wir jetzt drin
Worauf ich sehr erleichtert bin
Ja meistens klappt es wirklich gut
Und ich spende ihr mein Blut
Vergesse gleich den kleinen Schmerz
Los geht es mit Hepa-Merz

Jeden Mann der krank und schwach
Legt die Esther gerne flach
Man wird erst mal durchgecheckt
Anschließend warm zugedeckt
Und dann aber gleich erschreckt
Diese Spritze ist der Oberhammer (50ml Glasspritze Anm.d.Red.)
Man fühlt sich in der Folterkammer
Da hätt ich gern drauf verzichtet
Und was netteres gedichtet
Das ist echt zum Furchteinflößen
Spritzen so in diesen Größen
Da braucht man doch nen Waffenschein
Da sticht sie profimäßig in mich rein
Muss das echt denn wirklich sein?
Romana schwört auf das Ozon
Ich wär damals fast geflohn
Als sie dieses Ding ansetzte
Ganz offen das ist echt das Letzte!
Wer da nicht zusammenzuckt
Und lieber dann zur Seite guckt
Sich schnell in die Decke krallt
Ich rief immer sehr schnell halt!
Worauf sie sagen wir habens bald
Froh dass sie gleich fertig ist
Denn ich bin kein Masochist

Bevor es heißt ab durch die Mitte
Nähert sich mir jetzt Brigitte (Arzthelferin, Anm.derRed.)
Denn nach dieser Injektion
Droht mir nun die Hydro-Colon
Ich komm in ein Einzelzimmer
Jetzt wird alles noch viel schlimmer
Hose runter – es wird gespült
Der Darm so richtig aufgewühlt
Man will damit die alten Schlacken
Die da kleben richtig packen
Da kriegst Du einen langen Schlauch
Gnadenlos rein in den Bauch
Dann heißt es sofort Wasser marsch!
Und zwar hinten in den…….Po
Hinterher gibt’s einen Schluck
Aus dem Glas mit Mineralien
Die man nicht muss extra zahlien
Man fühlt sich wörtlich ganz geschlaucht
Fürn Arm man dann noch Hilfe braucht
Bevor man dann auch endlich geht
Werd ich praktisch abgedreht
Wie ein Junkie der nen Schuss
Sich mehrmals täglich setzten muss
So danach schein ich schon süchtig
Nach diesen Nadeln die ganz tüchtig
Das Personal ja immer setzt
Meine ich zu guter Letzt
Ich glaub diese Therapie
Vergesse ich mein Lebtag nie!

Manchmal beim nach Hause radeln
Denk ich noch an diese Nadeln…
Nicht zu reden von den Träumen
Als Patient in diesen Räumen
Schön verheilt ist nun die Narbe
Mein Gesicht hat wieder Farbe
Die Leber ist jetzt in der Norm
Die Niere auch wieder in Form
Jetzt fehlt mir nur sehr der Sport
Und ein allerletztes Wort

DANKE FÜR ALLES!!!!!